Kantonaler Gestaltungsplan für die Zooseilbahn festgesetzt Die Baudirektion des Kantons Zürich hat den Gestaltungsplan für die Zooseilbahn festgesetzt. Damit besteht die nutzungsplanerische Grundlage für das Projekt. Die Zoo Seilbahn AG nimmt davon mit Freude und Befriedigung Kenntnis.
Gestaltungsplan Zooseilbahn: Bestätigung und Motivation
Die Zoo Seilbahn AG nimmt mit Freude und Befriedigung Kenntnis von der Festsetzung des kantonalen Gestaltungsplanes für die Zooseilbahn durch die Baudirektion. Auf Basis dieser nutzungsplanerischen Grundlage wird das Projekt für die neue ÖV-Verbindung vom Bahnhof Stettbach zum Zoo konsequent weiter vorangetrieben. Durch verschiedene Optimierungen in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Umweltfachstellen konnte erreicht werden, dass diese der Zooseilbahn die Umweltverträglichkeit attestieren.
Rund viereinhalb Jahre nach dem Eintrag in den kantonalen Verkehrsrichtplan durch den Kantonsrat besteht nun auch die nutzungsplanerische Grundlage für die Zooseilbahn. Barbara Schmid, VR-Präsidentin der Zoo Seilbahn AG bezeichnete dies als Meilenstein auf einem langen Weg bis zur Realisierung der neuen ÖV-Achse via Bahnhof Stettbach zum Zoo. Der Gestaltungsplan sei eine grosse Motivation und Bestätigung, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. „Die Zooseilbahn wird die ÖV-Anreise zum meistbesuchten Kulturinstitut der Schweiz revolutionieren und unser Verkehrsproblem an Spitzentagen nachhaltig entschärfen.“
Zusammenarbeit mit Umweltfachstellen trägt Früchte
Im bisherigen Projektverlauf wurden die Umweltfachstellen von Bund und Kanton eng mit eingebunden. Diese Zusammenarbeit trägt gemäss Andreas Hohl, VR-Delegierter der Zooseilbahn und stv. Zoo-Direktor Früchte. „Gemeinsam haben wir ein gutes Projekt noch besser gemacht“, gab sich Hohl überzeugt. Hohl zitierte verschiedene Passagen aus der Verfügung zum kantonalen Gestaltungsplan. So sind die kantonalen Fachstellen zur Auffassung gelangt, dass dem Projekt unter Berücksichtigung verschiedener Optimierungsmassnahmen in Bezug auf den Natur- und Heimatschutz keine grundsätzlichen Hindernisse entgegenstehen. Auch stützen sie das Ergebnis des Verkehrsberichtes, wonach die Seilbahn ohne zusätzliche Parkplätze keinen Parksuchverkehr in den Dübendorfer Stadtquartieren verursachen wird. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“
Optimierungen im Bereich Linienführung und Lärmschutz
Wie Projektleiter Peter Gasser erläuterte, hat das Projekt durch die Berücksichtigung verschiedener Anregungen und Einwände nochmals Verbesserungen erfahren. So konnte durch die Verschiebung einer Stütze der Landschaftsschutz optimiert und eine archäologisch bedeutsame Zone geschützt werden. Eine generell tiefere Linienführung wurde nochmals sorgfältig abgeklärt, aus Naturschutzgründen aber verworfen. Der Schutz des Naturschutzgebietes Sagentobel hat absolute Priorität. Verbesserungen konnten ausserdem in den Bereichen Lärmschutz und bei der baulichen Ausgestaltung der Stationen erreicht werden. Dieses sorgfältige „Feintuning“, so Gasser, habe zwar Zeit gebraucht, zahle sich aber schlussendlich aus.
Seilbahnen im urbanen Raum als ÖV-Mittel immer wichtiger
Ueli Stückelberger, Direktor der Verbände Öffentlicher Verkehr VöV und Seilbahnen Schweiz prognostizierte der Zooseilbahn eine vielversprechende Zukunft. Im urbanen Kontext könnten sich Seilbahnen durchaus auch in der Schweiz zu einem öffentlichen Verkehrsmittel der Zukunft entwickeln. Innerörtliche Seilbahnen könnten so manches Verkehrs- und Transportproblem lösen. „Die Seilbahn verkehrt praktisch CO2-frei, Sie ist leise, platzsparend und verkürzt die Anreise als öffentliches Verkehrsmittel umweltschonend.“
Eröffnung bis Mitte des Jahrzehnts angepeilt
Bezüglich Zeitplan ist für Andreas Hohl klar, dass Ungeduld in einem solchen Prozess ein schlechter Begleiter wäre. „Wir sind auf der Zeitachse etwas in Verzug, rechnen aber immer noch mit einer Eröffnung der Zooseilbahn Mitte des Jahrzehnts.“ Das nun folgende Planbewilligungsverfahren sei Bundessache. Dabei werde die Zoo Seilbahn AG auch mit den betroffenen Grundeigentümern verhandeln. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass gute Lösungen gefunden werden können.“
Für Fragen steht zur Verfügung: Andreas Hohl, VR-Delegierter Zoo Seilbahn AG, Tel. 044 254 25 00