• Visualisierung der Zooseilbahn von Stettbach zum Zoo Zürich.

Medienmitteilungen 2009

Hier finden Medienschaffende die Mitteilungen zur Zooseilbahn aus dem Jahr 2009.

Medienmitteilung vom 28. Oktober 2009:

Infocorner Zooseilbahn eröffnet – Seilbahn auf Kurs

Ab sofort können sich die Besucherinnen und Besucher des Zoo Zürich in einer original Seilbahnkabine anhand eines Kurzfilms über die Zooseilbahn informieren.

Wie die Verantwortlichen der Zoo Seilbahn AG anlässlich der Eröffnung des Infocorners auf dem Zoogelände erklärten, verläuft das Genehmigungsverfahren für die Seilbahn planmässig. Der für die Realisierung erforderliche kantonale Gestaltungsplan soll noch in diesem Jahr festgesetzt werden.

Die Zooseilbahn soll die schweizweit meistbesuchte Kulturinstitution als neue ÖV-Verbindung vom Bahnhof Stettbach aus umweltgerecht und attraktiv erschliessen. Mit der für Mitte des kommenden Jahrzehnts vorgesehenen Inbetriebnahme wird der Zoo aus weiten Teilen der Schweiz mit dem öffentlichen Verkehr deutlich schneller als heute erreichbar sein. Die Verkehrsproblematik beim Zoo Zürich kann damit nachhaltig entschärft werden.

Acht Sitzplätze – Platz für Kinderwagen

Die bei der Seilbahn zum Einsatz gelangenden Komfortkabinen sind auf die Bedürfnisse von Familien zugeschnitten. Davon können sich die Besucherinnen und Besucher des Zoo Zürich am Infocorner überzeugen. Beim ausgestellten Modell handelt es sich um eine original Seilbahnkabine der Firma CWA mit acht Plätzen und der Möglichkeit, Kinderwagen oder Rollstühle bequem zu transportieren. Während des rund fünfminütigen Films über die Zooseilbahn und die Verkehrssituation beim Zoo Zürich werden die Besuchenden einen Moment lang in die Seilbahn-Zukunft versetzt.

Planung auf Kurs

Das Planungsverfahren für die Zooseilbahn ist auf Kurs. Gemäss Andreas Hohl, Delegierter des Verwaltungsrats der Zoo Seilbahn AG, dürfte der erforderliche kantonale Gestaltungsplan noch in diesem Jahr vom Kanton festgesetzt werden. Das Plangenehmigungsverfahren beim Bund schreitet ebenfalls planmässig voran. Die während der Dossier-Auflage eingegangenen Einwendungen und Einsprachen beziehen sich laut Hohl in erster Linie auf Fragen des Landschaftschutzes und der Verkehrssituation im Raum Stettbach. Sie brachten kaum neue Erkenntnisse. In Detailfragen konnten teilweise Anregungen aufgenommen werden, die nun in das Projekt einfliessen. Als Zeithorizont für die Eröffnung der Zooseilbahn gilt nach wie vor die Mitte des kommenden Jahrzehnts.

Zooseilbahn als Pionierprojekt und Markstein

Peter Vollmer, Geschäftsführer des Verbandes öffentlicher Verkehr und des Branchenverbandes Seilbahnen Schweiz, bezeichnete die Zooseilbahn als Pionierprojekt. Wenn früher Seilbahnen vor allem zur touristischen Erschliessung in den Berggebieten im Vordergrund standen, würden die grossen Vorteile von Seilbahnen weltweit immer mehr auch in urbanen Räumen zur Bewältigung der Verkehrsbedürfnisse erkannt. Seilbahnen seien leise, energieeffizient, Platz sparend, kostengünstig, komfortabel und hätten erst noch eine hohe Beförderungskapazität. Alles Eigenschaften, welche in urbanen Räumen besonders gefragt seien. Das Projekt der Zooseilbahn sei damit für die ÖV- und die Seilbahnbranche ein wichtiger Markstein.

Kontakt

Andreas Hohl, VR-Delegierter Zoo Seilbahn AG, 044 254 25 00

Mitteilung zur Medienkonferenz vom 26. Mai 2009:

Zooseilbahn: Start Projektauflage – Betriebsgesellschaft gegründet

Am 2. Juni 2009 startet die Auflage des Plangenehmigungsgesuchs für die Zooseilbahn und des dazugehörigen kantonalen Gestaltungsplans. In diesem Zusammenhang werden auch die Seilbahnstützen sowie die Stationen im Gelände ausgesteckt. Wie die Verantwortlichen an einer Medienkonferenz bekannt gaben, wurde inzwischen die Zoo Seilbahn AG als Betriebsgesellschaft für die Seilbahn gegründet. Die Zooseilbahn soll den Zoo als neue ÖV-Achse umweltgerecht, schnell und komfortabel erschliessen. Geplant ist eine Gondelbahn mit achtplätzigen, Kinderwagen tauglichen und behindertengerechten Kabinen.

Andreas Hohl, Delegierter des Verwaltungsrats der Zoo Seilbahn AG, sprach von einem Meilenstein. Mit der Auflage komme das Projekt in die öffentliche Phase. Die Projektverantwortlichen seien überzeugt davon, ihre Hausaufgaben bei der Erarbeitung des Gesuchs und des kantonalen Gestaltungsplans richtig gemacht zu haben. Das Projekt bekomme mit der Aussteckung nun auch visuell Konturen. Hohl bezeichnete die Zooseilbahn als grossen Schritt bei den Bemühungen an allen Fronten, die an Spitzentagen auftretenden Verkehrsprobleme beim Zoo Zürich zu lösen. «Die Seilbahn stinkt nicht, macht keinen Lärm, verbraucht nur minimal Ressourcen und überzeugt daher durch Nachhaltigkeit.» Ausserdem sei die Seilbahn bedarfsgerecht. Sie entlastet die Quartiere von Verkehr und sichert nicht zuletzt Standortqualität.

Keine zusätzlichen Parkplätze – kein spürbarer Mehrverkehr

Bei den Planern der Zooseilbahn ist man überzeugt, dass die Zooseilbahn als Teil einer attraktiven neuen ÖV-Achse über Stettbach zum Zoo Zürich etabliert werden kann und dadurch weder zusätzliche Parkplätze benötigt werden noch spürbarer Mehrverkehr im Bereich der Talstation entsteht. Der als Teil des Umweltverträglichkeitsberichtes erarbeitete Verkehrsbericht geht in einem Maximalszenario von einem Parkplatzbedarf an Spitzentagen von höchstens 60 Parkplätzen aus. An Tagen mit einem durchschnittlichen Besucheraufkommen sind es deutlich weniger. Dieser Bedarf kann gemäss Bericht im Rahmen der bestehenden Parkierungsmöglichkeiten problemlos abgedeckt werden. Die Auswirkungen dieser Fahrten auf das Strassennetz im Raum Stettbach/Dübendorf sind dabei vernachlässigbar gering. Komme es wider Erwarten zu Problemen, gilt es laut Andreas Hohl gemeinsam sinnvolle Lösungen zu erarbeiten. Hohl plädierte für eine sachliche Diskussion ohne unnötige Stimmungsmache.

Aussteckung hat begonnen

Das Plangenehmigungsgesuch für die Zooseilbahn war am vergangenen 20. November beim Bundesamt für Verkehr eingereicht worden. Die öffentliche Auflage des Dossiers startet am 3. Juni und dauert 30 Tage. Parallel zum Auflageverfahren für das Plangenehmigungsgesuch ist auch der kantonale Gestaltungsplan als nutzungsplanerische Grundlage für die Seilbahn während 60 Tagen aufgelegt.

Wie Projektleiter Peter Gasser erklärte, werden von 19 verschiedenen Grundeigentümern entlang der Seilbahn sogenannte Dienstbarkeiten benötigt, beispielsweise für das Aufstellen von Stützen oder das «Überfahren» der Grundstücke. Die Auflage beinhaltet auch eine Aussteckung der Stützen sowie der Stationen im Gelände. Die Arbeiten dafür haben laut Gasser in diesen Tagen begonnen.

Verfahren nach eidgenössischer Seilbahngesetzgebung

Planung und Bau der Zooseilbahn erfolgen nach eidgenössischer Seilbahngesetzgebung. Es kommt daher auch zu keiner Volksabstimmung über das Projekt, weder auf kantonaler noch auf kommunaler Ebene. Der Zürcher Kantonsrat hatte mit der Aufnahme in den kantonalen Verkehrsrichtplan die raumplanerischen Voraussetzungen für die Seilbahn geschaffen. Zuständig für die Erteilung der Plangenehmigung ist das Bundesamt für Verkehr.

Verbreiterung der Trägerschaft angestrebt

Die weitere Planung der Zooseilbahn wird unter dem Dach der Zoo Seilbahn AG geschehen. Mit der Gründung einer Betriebsgesellschaft wurden laut Verwaltungsratspräsidentin Barbara Schmid die Voraussetzungen für eine Verbreiterung der Trägerschaft geschaffen. Im Moment gehört die Zoo Seilbahn AG noch zu 100 Prozent der Zoo Zürich AG. Im Verwaltungsrat der Zoo Seilbahn AG nehmen neben Barbara Schmid auch der stv. Zoodirektor Andreas Hohl als Delegierter sowie der Zürcher Stadtrat Andres Türler als Privatperson Einsitz. Türler sei, so Barbara Schmid, ein überzeugter Befürworter dieser neuen ÖV-Erschliessung und ausserdem ein ausgewiesener ÖV-Spezialist.

Kontakt

Andreas Hohl, VR-Delegierter Zoo Seilbahn AG, 044 254 25 00