• Visualisierung der Talstation Zooseilbahn in Stettbach.

Medienmitteilungen 2008

Hier finden Medienschaffende die Mitteilungen zur Zooseilbahn aus dem Jahr 2008.

Medienmitteilung des Zoo Zürich vom 1. Dezember 2008:

Scheinlösung vom Tisch – Seilbahnprojekt auf Kurs

Der Zoo Zürich ist erfreut über das Nein der Zürcher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zur Initiative «Mit dem Tram direkt zum Zoo». Damit ist ein untaugliches Projekt für die Verkehrsprobleme beim Zoo Zürich, das eine Gesamtlösung längerfristig stark erschwert hätte, vorderhand vom Tisch. Der Zoo Zürich wird sein Projekt für eine Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo planmässig vorantreiben.

Der Zoo Zürich hatte im Vorfeld der Abstimmung klar gegen die Initiative Stellung bezogen. Die Tramverlängerung kann die Verkehrsprobleme nicht lösen, da sie keinen spürbaren Umsteigeeffekt generiert und weitere Parkplätze vernichtet hätte. Anders die Zooseilbahn: Mit der Seilbahn entsteht eine neue, leistungsfähige ÖV-Achse, die den Zoo vom Bahnhof Stettbach aus familienfreundlich und behindertengerecht erschliesst. Das Plangenehmigungsgesuch für die Zooseilbahn wurde vor gut einer Woche beim Bundesamt für Verkehr eingereicht.

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Andreas Hohl, stv. Direktor Zoo Zürich, 044 254 25 00

Medienmitteilung des Zoo Zürich vom 20. November 2008:

Plangenehmigungsgesuch für Zooseilbahn eingereicht

Im Rahmen eines symbolischen Übergabeaktes wurde heute beim Bundeshaus in Bern das Plangenehmigungsgesuch für die Zooseilbahn eingereicht. Eine Delegation des Bundesamts für Verkehr nahm das mehrere hundert Seiten starke Dossier aus den Händen von Zoodirektor Alex Rübel und Zoo-VR-Präsident Martin Naville entgegen. Zwei Kamele sorgten für eine zoogerechte Kulisse. Mit dabei war auch Peter Vollmer, Direktor von Seilbahnen Schweiz, der das Projekt als wegweisend für den Einsatz einer Seilbahn im urbanen Raum würdigte. Als «Seilbahn-Gotte» amtete TV-Moderatorin Corinne Waldmeier mit ihren zwei Kindern.

Einreichen des Plangenehmigungsgesuchs in Bern.
Feierliche Einreichung des Plangenehmigungsgesuchs beim Bundeshaus in Bern.

Die Einreichung des Gesuchs bedeutet für den Zoo Zürich einerseits den Abschluss umfangreicher Vorarbeiten und andererseits den Beginn einer weiteren Etappe auf dem Weg zur Realisierung dieser neuen ÖV-Achse für eine umweltgerechte und attraktive Zoo-Erschliessung. Nun beginnt das offizielle Plangenehmigungsverfahren nach schweizerischer Seilbahngesetzgebung. Für die Finanzierung wird eine private Trägerschaft gegründet. Die Zooseilbahn soll den Zoo Zürich vom Bahnhof Stettbach aus in rund sieben Minuten mit familien- und behindertengerechten achtplätzigen Gondeln erschliessen. Die Eröffnung ist in Abhängigkeit der Verfahrensdauer für Mitte des kommenden Jahrzehnts geplant.

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Andreas Hohl, stv. Direktor Zoo Zürich, 044 254 25 00

Medienmitteilung des Zoo Zürich vom 4. November 2008:

Zooerschliessung: Nachhaltige ÖV-Lösungen statt Flickwerk

Die unbefriedigende Verkehrssituation beim Zoo Zürich erfordert bedarfsgerechte und nachhaltige Lösungen. Ende November wird der Zoo Zürich deshalb beim Bundesamt für Verkehr das Plangenehmigungsgesuch für eine Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo einreichen. Die Zooseilbahn soll den Zoo Zürich als neue ÖV-Achse umweltgerecht, schnell und komfortabel erschliessen. Laut Umweltbericht ist davon auszugehen, dass das Projekt in allen wesentlichen Punkten die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Umwelt erfüllt. Die am 30. November zur Abstimmung gelangende Initiative «Mit dem Tram direkt zum Zoo» lehnt der Zoo Zürich ab.

Der Zoo Zürich als meistbesuchtes Kulturinstitut der Schweiz hat ein Erschliessungsproblem. Die wenig attraktive Anbindung an den öffentlichen Verkehr in Kombination mit einer beschränkten Anzahl Parkplätze führt an besucherreichen Tagen zu unhaltbaren Verkehrszuständen. Bereits heute reisen vier von zehn Besuchern mit dem öffentlichen Verkehr an. Der Zoo Zürich ist schweizweit die Nr. 1 beim RailAway-Angebot der SBB. Durch die schwierige Umsteigesituation in der City und die beschränkten Kapazitäten von Tram und Bus stösst die konsequente ÖV-Förderung des Zoo Zürich aber an ihre Grenzen. Mit der Zooseilbahn plant der Zoo eine neue leistungsfähige und attraktive ÖV-Achse vom Bahnhof Stettbach direkt zum Masoala Regenwald.

In 7 Minuten von Stettbach zum Zoo

Der Bahnhof Stettbach gehört zu den meistfrequentierten Bahnhöfen der Schweiz. Von hier aus führt die Seilbahn in direkter Linienführung zum Zoo Zürich. Die familien- und behindertengerechten achtplätzigen Gondeln bewältigen die 160 Meter Höhenunterschied in rund 7 Minuten. Sie können stündlich 1500 Personen befördern. Die An- und Abreise zum und vom Zoo Zürich mit dem öffentlichen Verkehr verkürzt sich damit um teilweise mehr als eine halbe Stunde.

Umweltbericht erarbeitet

Die Zooseilbahn ist ein ÖV-Projekt und sieht keinerlei zusätzliche Infrastruktur für den motorisierten Individualverkehr, also auch keine Parkplätze, vor. Die Seilbahn ist leise und verursacht kaum Emissionen. Die Standorte für die Stützen wurden so gewählt, dass nurminimale bauliche Eingriffe für die Fundamente nötig sind. Die Linienführung wurde gegenüber dem Vorprojekt aus dem Jahr 2004 nochmals optimiert. Dies mit dem Ziel, das Naturschutzgebiet Sagentobel vollständig zu schonen und die Eingriffe in Wald und ökologisch wertvolle Flächen zu minimieren. Laut Umweltbericht ist davon auszugehen, dass die Seilbahn in allen wesentlichen Punkten die gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Umwelt erfüllt. Der ökologisch grösste Nutzen liegt aber im erwarteten Umsteigeeffekt auf den ÖV.

Private Finanzierung – breite Abstützung

Mit der Einreichung des Plangenehmigungsgesuches beim Bundesamt für Verkehr beginnt das Plangenehmigungsverfahren nach eidgenössischer Seilbahngesetzgebung. Für die Finanzierung wird eine private Trägerschaft gegründet. Die Zooseilbahn soll in der Bevölkerung breit abgestützt und verankert werden. Die Betriebsaufnahme dürfte Mitte des kommenden Jahrzehnts erfolgen.

Tramverlängerung schadet mehr als dass sie nützt

Der Zoo lehnt die am 30. November zur Abstimmung gelangende VCS-Tramverlängerungsinitiative ab. Die Tramverlängerung würde keinen spürbaren Umsteigeeffekt generieren. Sie ist nicht bedarfsgerecht und führt zum Abbau von über 200 Parkplätzen. Dies kann aus Rücksicht auf Familien und ältere Menschen nicht akzeptiert werden. Bereits heute stehen beim Zoo Zürich 250 Parkplätze weniger zur Verfügung als vor rund 15 Jahren. Ausserdem würde die Tramverlängerung die Sackgasse beim Zoo zusätzlich verstopfen und zu einer Erschwernis der betrieblichen Abläufe führen. Der Zoo Zürich wird auch im Falle einer Annahme der Tramverlängerung das Zooseilbahn-Projekt weiter vorantreiben.

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Andreas Hohl, stv. Direktor Zoo Zürich, 044 254 25 00